Schlüsselbox an einer Wohnungstür neben Smartphone und Mietunterlagen als Symbol für Wohnungsbetrug.

KI-generiertes Symbolbild; keine Aufnahme eines tatsächlichen Ereignisses.

Wohnungsbetrug trotz Besichtigung: Diese Warnzeichen zählen


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Eine besichtigte Wohnung, ein bekannter Firmenname und ein digital unterschriebener Mietvertrag können dennoch Teil eines Wohnungsbetrugs sein. Darauf machte die Polizeiliche Kriminalprävention am 8. Oktober 2026 in einer neuen Präventionsmeldung aufmerksam. Entscheidend ist deshalb, vor einer Zahlung mehrere Warnzeichen zu prüfen. [1]

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Bei der beschriebenen Betrugsmasche ist sogar eine Besichtigung über eine Schlüsselbox möglich.
  • Ein professioneller Auftritt, echte Firmendaten und ein digitaler Mietvertrag reichen als Echtheitsbeleg nicht aus.
  • Haben Sie bereits überwiesen, sollten Sie umgehend Ihre Bank kontaktieren, Belege sichern und Strafanzeige erstatten.

So funktioniert der Wohnungsbetrug mit Schlüsselbox

Bei der von der Polizei beschriebenen Variante kontaktieren vermeintliche Immobilienverwaltungen Wohnungssuchende über Online-Portale. Die Interessenten erhalten einen Zahlencode für eine Schlüsselbox und können die Wohnung allein besichtigen. Danach folgt telefonisch die Zusage, der Mietvertrag wird online unterschrieben. [1]

Anschließend sollen die Betroffenen die Kaution, die erste Monatsmiete und teilweise Geld für angeblich zu übernehmende Möbel überweisen. Später stellt sich heraus, dass der Mietvertrag gefälscht und die Wohnung bereits anderweitig vermietet ist. [1]

Warum Firmenname und Mietvertrag keine Sicherheit bieten

Kriminelle können die Identität tatsächlich bestehender Immobilienunternehmen verwenden. Dazu gehören Namen, Firmendaten und Logos. Auch gefälschte Internetseiten und professionell wirkende Exposés kommen zum Einsatz. Ein bekannter Firmenname allein beweist deshalb nicht, dass das Angebot von diesem Unternehmen stammt. [1]

Auch ein vollständiges Impressum ist nach Angaben der Verbraucherzentrale kein sicherer Echtheitsbeleg, weil es gefälscht sein kann. Die Polizei rät zudem, darauf zu achten, dass bei der Besichtigung ein Vermieter, Verwalter oder Makler vor Ort ist. [1] [2]

Diese Warnzeichen sollten Sie vor einer Zahlung prüfen

Ein auffällig niedriger Mietpreis in gefragter Lage kann auf eine falsche Immobilienanzeige hindeuten. Das gilt auch für ungewöhnlich geringe Nebenkosten, fehlende Kontaktdaten, nicht zusammenpassende Angaben oder Bilder, die wie aus einem Katalog wirken. [1] [2]

Ein weiteres Warnsignal ist die Aufforderung, bereits vor der eigentlichen Besichtigung Geld zu überweisen. Auch wenn frühzeitig eine Kopie des Personalausweises verlangt wird, ist Vorsicht geboten. Die Verbraucherzentrale warnt, dass solche Kopien für einen Identitätsmissbrauch verwendet werden können. [1] [2]

  • Vergleichen Sie einen auffällig günstigen Preis mit dem örtlichen Mietspiegel der Kommune. [2]
  • Prüfen Sie, ob konkrete Kontaktdaten, ein Ansprechpartner und ein Impressum vorhanden sind, verlassen Sie sich aber nicht allein darauf. [1] [2]
  • Achten Sie darauf, ob ein Vermieter, Verwalter oder Makler bei der Besichtigung persönlich vor Ort ist. [1]

Wann Kaution und erste Miete gezahlt werden sollten

Die Polizei empfiehlt, keine Vorkasse zu leisten. Gezahlt werden sollte erst, nachdem die Wohnung besichtigt und ein Mietvertrag unterschrieben wurde. Die aktuelle Warnung zeigt jedoch zugleich: Eine alleinige Besichtigung per Schlüsselbox und ein digitaler Vertrag schließen Wohnungsbetrug nicht aus. [1]

Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass eine Mietkaution nach Abschluss des Mietvertrags erst zu dem Zeitpunkt fällig wird, an dem das Mietverhältnis vereinbarungsgemäß beginnen soll. Eine vorzeitige Forderung nach der Kaution ist daher ein wichtiges Warnsignal. [2]

Was Sie nach einer Überweisung tun können

Haben Sie bereits Geld an einen vermeintlichen Vermieter überwiesen, sollten Sie Ihre Bank umgehend bitten, die Zahlung rückgängig zu machen. Bei einer Überweisung besteht nach Angaben der Verbraucherzentrale allerdings kein Anspruch darauf, dass die Bank das Geld zurückbucht. [1] [2]

Sichern Sie Nachrichten, E-Mails und Überweisungsbelege. Erstatten Sie Strafanzeige bei der Polizei, wenn Ihnen ein finanzieller Schaden entstanden ist oder Sie bereits persönliche Daten beziehungsweise eine Ausweiskopie übermittelt haben. [1] [3]

Melden Sie die verdächtige Anzeige außerdem dem betroffenen Immobilienportal. Viele Portale bieten dafür eine Meldefunktion an und können das Inserat nach einer Prüfung entfernen. [1] [2]

Häufige Fragen

Kann eine Wohnung echt sein und der Mietvertrag trotzdem gefälscht?

Ja. Bei der von der Polizei beschriebenen Masche können Interessenten eine tatsächlich vorhandene Wohnung über eine Schlüsselbox besichtigen. Der später digital geschlossene Mietvertrag ist dennoch gefälscht, und die Wohnung ist bereits anderweitig vermietet. [1]

Ist ein bekannter Firmenname ein Beleg für ein seriöses Angebot?

Nein. Kriminelle können Namen, Daten und Logos bestehender Immobilienunternehmen übernehmen und damit gefälschte Internetseiten oder Exposés erstellen. Auch ein professioneller Auftritt oder ein Impressum bietet allein keine Sicherheit. [1] [2]

Was sollte ich tun, wenn ich bereits Geld überwiesen habe?

Bitten Sie Ihre Bank umgehend, die Zahlung rückgängig zu machen. Sichern Sie Nachrichten und Zahlungsbelege, erstatten Sie Strafanzeige und melden Sie das Inserat dem Immobilienportal. Eine erfolgreiche Rückbuchung der Überweisung ist nicht garantiert. [1] [3] [2]

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Quellen und weiterführende Informationen

  1. Vorsicht vor Betrug bei der Wohnungssuche – Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (veröffentlicht: 2026-10-08)
  2. Fake-Wohnungen im Internet: So erkennen Sie falsche Immobilienanzeigen – Verbraucherzentrale (Stand: 2026-08-07)
  3. Scamming: Vorsicht bei virtuellen Bekanntschaften – Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes

Von NotfallApp Redaktion. Dieser Beitrag und sein Symbolbild wurden KI-gestützt erstellt. Quellen und Aussagen wurden automatisiert geprüft; eine individuelle medizinische oder rechtliche Beratung ersetzt das nicht. So entstehen unsere Beiträge.