KI-generiertes Symbolbild; keine Aufnahme eines tatsächlichen Ereignisses.
Social-Media-Algorithmus: So ordnen Sie Ihren Feed
Was Sie in sozialen Netzwerken sehen, wird automatisch vorsortiert. Eine am 30. September 2026 veröffentlichte Information der Polizeilichen Kriminalprävention erklärt, welche Signale ein Social-Media-Algorithmus auswertet und wie Sie Ihren Feed bewusster beeinflussen können. Entscheidend ist dabei nicht nur, was Sie mögen, sondern auch, was Sie kommentieren, teilen oder besonders lange ansehen. [1]
Das Wichtigste auf einen Blick
- Ein Social-Media-Algorithmus bewertet unter anderem Likes, Kommentare, geteilte Beiträge und die Verweildauer.
- Kommentieren Sie unerwünschte Beiträge nicht. Nutzen Sie stattdessen Funktionen wie Nicht interessiert, Stummschalten oder Beitrag verbergen.
- Prüfen Sie zusätzlich Ihre Privatsphäre-Einstellungen, Kontaktanfragen und den Schutz Ihres Benutzerkontos.
So entscheidet der Social-Media-Algorithmus
Ein Social-Media-Algorithmus ist ein automatisches Sortiersystem. Er bestimmt, welche Beiträge in Ihrem persönlichen Feed erscheinen und in welcher Reihenfolge sie angezeigt werden. Dafür wertet die jeweilige Plattform fortlaufend Ihre Nutzung aus. [1]
Als Signale dienen beispielsweise Likes, Kommentare und geteilte Beiträge. Auch die Zeit, die Sie bei einem Foto, Video oder Text verweilen, kann berücksichtigt werden. Welche Signale besonders wichtig sind, unterscheidet sich je nach Plattform. [1]
Aus diesen Angaben entsteht ein Interessenprofil. Die Plattform versucht damit, Ihnen möglichst passende Inhalte zu zeigen und Sie länger auf der Plattform zu halten. Deshalb können ähnliche Themen immer wieder im Feed auftauchen. [1]
Unerwünschte Beiträge besser nicht kommentieren
Ein verärgerter Kommentar kann unbeabsichtigt das Gegenteil von dem bewirken, was Sie erreichen möchten. Der Social-Media-Algorithmus kann auch ablehnende Reaktionen als Interesse werten. Nach Angaben der Polizei kann das Kommentieren problematischer Beiträge deshalb deren Reichweite erhöhen. [1]
Wenn Sie bestimmte Beiträge oder Themen künftig seltener sehen möchten, sollten Sie die dafür vorgesehenen Funktionen der Plattform verwenden. Sie sind häufig über ein Menü mit drei Punkten am jeweiligen Beitrag erreichbar. [1]
- Wählen Sie Nicht interessiert, wenn die Plattform diese Möglichkeit anbietet. [1]
- Schalten Sie ein Konto oder ein Thema stumm, wenn Sie dessen Inhalte nicht mehr regelmäßig sehen möchten. [1]
- Nutzen Sie Beitrag verbergen, anstatt einen unerwünschten Inhalt zu kommentieren. [1]
Den eigenen Feed gezielt vielfältiger machen
Sie können dem Sortiersystem auch positive Signale geben. Die Polizei empfiehlt, gezielt vertrauenswürdigen Quellen, journalistischen Angeboten oder Faktenprüfern zu folgen. Mit Beiträgen, von denen Sie künftig mehr sehen möchten, können Sie bewusst interagieren. [1]
Um den Feed abwechslungsreicher zu halten, können Sie zusätzlich Konten mit anderen Perspektiven folgen. Die Polizei rät außerdem, regelmäßig zu hinterfragen, warum bestimmte Inhalte wiederholt angezeigt werden. Prüfen Sie dabei, was Sie zuvor angesehen, geliked oder kommentiert haben. [1]
- Sehen Sie Ihre Liste abonnierter Konten durch und wählen Sie Quellen bewusster aus. [1]
- Achten Sie darauf, welche Beiträge Sie lange betrachten oder durch Kommentare zusätzlich hervorheben. [1]
- Nutzen Sie die Einstellungen Ihrer Plattform, um Empfehlungen weiter anzupassen. [1]
Offline-Zeiten bewusst einplanen
Neben den Einstellungen beeinflusst auch Ihr Nutzungsverhalten, wie viel Raum soziale Netzwerke im Alltag einnehmen. Die Polizei empfiehlt, die eigene Mediennutzung regelmäßig zu reflektieren und feste Offline-Zeiten einzuplanen. [1]
Ein praktischer erster Schritt ist, wiederkehrende Empfehlungen nicht automatisch hinzunehmen. Fragen Sie sich, welche vorherige Reaktion zu dem Thema geführt haben könnte. Anschließend können Sie unerwünschte Inhalte ausblenden oder Ihre abonnierten Quellen neu ordnen. [1]
Privatsphäre und Benutzerkonto zusätzlich schützen
Die Sortierung des Feeds und die Sicherheit des Kontos sind zwei unterschiedliche Themen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt, die Privatsphäre-Einstellungen jedes sozialen Netzwerks zu prüfen und möglichst wenige persönliche Daten öffentlich zu machen. [2]
Seien Sie bei zweifelhaften Kontaktanfragen zurückhaltend. Stammt eine Anfrage angeblich von einer bekannten Person, sollten Sie deren Echtheit außerhalb des sozialen Netzwerks überprüfen. Nehmen Sie ein Profil erst an, wenn Sie es nachvollziehbar zuordnen können. [2]
Das BSI empfiehlt außerdem ein eigenes, komplexes Passwort für das jeweilige soziale Netzwerk und eine Zwei-Faktor-Authentisierung. Dabei wird zusätzlich zum Passwort ein zweiter Nachweis verlangt, beispielsweise ein Einmalcode. Links in Nachrichten von unbekannten Absendern sollten Sie nicht unbedacht öffnen. [2]
Wenn Sie ein soziales Netzwerk nicht mehr verwenden, sollten Sie benötigte Daten zunächst außerhalb des Netzwerks sichern und danach das vom Anbieter vorgesehene Verfahren zur Kontolöschung vollständig durchführen. [2]
- Öffnen Sie die Privatsphäre-Einstellungen und kontrollieren Sie, wer Ihr Profil und Ihre Beiträge sehen kann. [2]
- Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentisierung, sofern das soziale Netzwerk sie anbietet. [2]
- Prüfen Sie unbekannte oder ungewöhnliche Kontaktanfragen, bevor Sie diese bestätigen. [2]
Häufige Fragen
Warum sehe ich bestimmte Themen ständig in meinem Feed?
Der Social-Media-Algorithmus wertet Ihre bisherigen Reaktionen aus. Dazu zählen unter anderem Likes, Kommentare, geteilte Beiträge und die Zeit, die Sie bei einem Inhalt verbringen. Wiederholte Anzeigen können daher mit früheren Interaktionen zusammenhängen. [1]
Wie kann ich unerwünschte Empfehlungen reduzieren?
Kommentieren Sie den betreffenden Beitrag möglichst nicht. Verwenden Sie stattdessen angebotene Funktionen wie Nicht interessiert, Stummschalten oder Beitrag verbergen. Prüfen Sie außerdem die Einstellungen für Empfehlungen und Ihre abonnierten Konten. [1]
Reicht das Anpassen des Feeds für ein sicheres Konto aus?
Nein. Für den Kontoschutz empfiehlt das BSI zusätzlich ein eigenes komplexes Passwort, die Zwei-Faktor-Authentisierung, sorgfältig geprüfte Kontaktanfragen und sparsam veröffentlichte persönliche Daten. [2]
Passend zum Thema
Quellen und weiterführende Informationen
- Tips for Using Social Media Securely – Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
Von NotfallApp Redaktion. Dieser Beitrag und sein Symbolbild wurden KI-gestützt erstellt. Quellen und Aussagen wurden automatisiert geprüft; eine individuelle medizinische oder rechtliche Beratung ersetzt das nicht. So entstehen unsere Beiträge.