KI-generiertes Symbolbild; keine Aufnahme eines tatsächlichen Ereignisses.
Desinformation erkennen: Fünf Prüfungen vor dem Teilen
Eine aufwühlende Nachricht erscheint im Messenger, dazu ein dramatisches Bild und die Aufforderung, alles sofort weiterzuleiten. Genau dann lohnt sich eine Pause: Am 28. Oktober 2026 veröffentlichte die Polizeiliche Kriminalprävention einen neuen Hinweis zu sogenannten False-Flag-Operationen. Mit fünf Prüfungen können Sie verdächtige Beiträge besser einordnen, bevor Sie diese verbreiten. [1] [4]
Das Wichtigste auf einen Blick
- Bei emotionalen oder reißerischen Meldungen sollten Sie zunächst innehalten und den Inhalt nicht ungeprüft weiterleiten.
- Prüfen Sie Absender und Impressum und suchen Sie anschließend nach Berichten anderer Quellen oder nach einem Faktencheck.
- Eine Bilder-Rückwärtssuche kann zeigen, ob ein Foto schon früher oder in einem anderen Zusammenhang veröffentlicht wurde.
Aktueller Polizeihinweis zu verdeckten Täuschungsmanövern
Die Polizei beschreibt False-Flag-Inhalte als verdeckte Täuschungsmanöver und ordnet sie als Form von Desinformationskampagnen ein. Nach dem neuen Hinweis versuchen unterschiedliche Akteure mit irreführenden Beiträgen, vor allem in sozialen Medien, Vorurteile zu schüren, gesellschaftliche Spaltung zu vertiefen oder die Sicht der Empfänger gezielt zu beeinflussen. [1] [2]
Desinformation bedeutet nach der Definition der Bundesregierung, dass falsche oder irreführende Informationen absichtlich verbreitet werden. Das Ziel besteht darin, Meinungen zu beeinflussen und einer Person, einer Gruppe, einer Organisation oder einem Land zu schaden. [3]
Warum eine Nachricht auf den ersten Blick echt wirken kann
Manipulierte Inhalte können sehr unterschiedlich aussehen. Möglich sind gefälschte Internetartikel, frei erfundene Messenger-Meldungen oder mit künstlicher Intelligenz erzeugte Bilder, Videos und Audiodateien. Auch ältere Behauptungen können neu aufbereitet werden. [3]
Ein wichtiges Warnzeichen ist eine besonders emotionale oder reißerische Sprache. Ärger, Angst oder Erheiterung sagen nichts darüber aus, ob eine Behauptung stimmt. Die Bundesregierung rät deshalb, Ruhe zu bewahren und zweifelhafte Inhalte nicht ungeprüft weiterzuleiten. [3] [4]
Desinformation erkennen: Fünf Prüfungen für den Alltag
Sie müssen eine verdächtige Nachricht nicht sofort abschließend bewerten. Gehen Sie stattdessen Schritt für Schritt vor und teilen Sie den Inhalt erst, wenn sich die Angaben nachvollziehen lassen. [3] [4]
- Erstens: Stoppen Sie das Weiterleiten. Prüfen Sie Überschrift und Nachrichtentext auf Widersprüche und achten Sie auf dramatische oder stark emotionalisierende Formulierungen. [4]
- Zweitens: Prüfen Sie den Absender. Sehen Sie nach, wer das Bild, Video oder die Nachricht veröffentlicht hat und ob der Beitrag bereits mehrfach weitergeleitet wurde. [4]
- Drittens: Kontrollieren Sie bei einer Internetseite das Impressum. Dort sollten eine verantwortliche Person und eine vollständige Anschrift genannt sein, nicht nur eine anonyme E-Mail-Adresse. [4]
- Viertens: Vergleichen Sie die Behauptung mit weiteren Quellen. Suchen Sie danach, ob andere Medien oder die zuständigen öffentlichen Institutionen ebenfalls darüber berichten. [3] [4]
- Fünftens: Suchen Sie nach einem Faktencheck. Dafür können Sie verdächtige Begriffe aus der Meldung zusammen mit dem Wort Faktencheck in eine Suchmaschine eingeben. [4]
So prüfen Sie ein verdächtiges Bild
Ein echtes Foto kann in einem falschen Zusammenhang erscheinen. Mit einer Bilder-Rückwärtssuche lässt sich prüfen, ob das Motiv bereits früher im Internet veröffentlicht wurde. Dazu können Sie die Bilddatei oder die Adresse des Bildes bei einer entsprechenden Suchfunktion einer Suchmaschine verwenden. [4]
Achten Sie in den Suchergebnissen auf Hinweise zum Ort, zum Datum und zum ursprünglichen Zusammenhang. So kann erkennbar werden, dass ein angeblich aktuelles Bild tatsächlich aus einer früheren Veröffentlichung oder einem anderen Ereignis stammt. [4]
Ihre nächsten Schritte bei einer zweifelhaften Meldung
Legen Sie die Nachricht zunächst beiseite, wenn Absender oder Ursprung unklar bleiben. Suchen Sie nach unabhängigen Berichten und prüfen Sie, ob bereits ein Faktencheck vorliegt. Ein zweifelhafter Inhalt sollte nicht vorsorglich weitergeleitet werden – auch nicht mit dem Zusatz, dass er möglicherweise falsch sein könnte. [3] [4]
Halten Sie besonders dann inne, wenn ein Beitrag eine schnelle Reaktion verlangt oder starke Gefühle auslöst. Entscheidend sind nachvollziehbare Quellen und bestätigende Berichte, nicht die Zahl der Weiterleitungen oder die Wirkung eines Bildes. [3] [4]
Häufige Fragen
Was bedeutet False Flag in diesem Zusammenhang?
Die Polizeiliche Kriminalprävention verwendet den Begriff für verdeckte Täuschungsmanöver und ordnet diese als Form von Desinformationskampagnen ein. Solche irreführenden Beiträge sollen unter anderem Ansichten beeinflussen, Vorurteile schüren oder gesellschaftliche Spaltung vertiefen. [1] [2]
Beweist ein Klarname, dass ein Profil vertrauenswürdig ist?
Nein. Ein Klarname kann nach Angaben der Bundesregierung ein Indiz für die Echtheit eines Profils sein. Sie sollten trotzdem prüfen, wer den Inhalt ursprünglich veröffentlicht hat, und die Behauptung mit weiteren Quellen vergleichen. [4]
Was mache ich, wenn ich eine Meldung nicht sicher prüfen kann?
Leiten Sie die Meldung nicht ungeprüft weiter. Suchen Sie nach Berichten anderer Medien, prüfen Sie offizielle Informationsseiten und nutzen Sie vorhandene Faktenchecks. Die Bundesregierung nennt außerdem das Melden verdächtiger Inhalte an Faktenchecker oder die jeweilige Plattform als Möglichkeit. [3] [4]
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Quellen und weiterführende Informationen
- Die Psychologie der Täuschung: Wie Sie False-Flag-Operationen durchschauen – Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (veröffentlicht: 2026-10-28)
- False Flag: Was ist das eigentlich? – Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes
- Was ist Desinformation? – Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (veröffentlicht: 2026-06-24)
- Richtig oder falsch? Woran Sie Desinformation erkennen können – Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (veröffentlicht: 2025-05-05)
Von NotfallApp Redaktion. Dieser Beitrag und sein Symbolbild wurden KI-gestützt erstellt. Quellen und Aussagen wurden automatisiert geprüft; eine individuelle medizinische oder rechtliche Beratung ersetzt das nicht. So entstehen unsere Beiträge.